Über das flit*z

**FrauenLesbenInterTrans*Zentrum_der Name ist Programm**

Wir sind ein Kollektiv von Einzelpersonen, die aus verschiedenartigen Zusammenhängen kommen und ein gemeinsames Ziel verfolgen. Seit der Schließung des Frauenkulturzentrums im Jahr 1995 gibt es keine Räumlichkeiten mehr, die zur expliziten Nutzung für FLIT*-Personen zur Verfügung stehen. Der Bedarf hierfür ist jedoch weiterhin gegeben. Wir wollen, dass diese Lücke gefüllt wird.

Wir wollen Räumlichkeiten schaffen, die nach dem DIY Prinzip für FLIT*-Personen offen stehen sollen. DIY verstehen wir als Selbstermächtigung, Selbstorganisation, Eigeninitiative und Improvisation, verknüpft mit der Ablehnung von Autoritäten, passivem Konsumverhalten und Vorgaben der Medien. In diesem Sinn verstehen wir Räume als emanzipatorische Ressource, die Personen zur Verfügung stehen soll, um ihren Projekten/Tätigkeiten nachgehen zu können. Dies soll möglich sein, ohne die einengende Wirkung von gesellschaftlichen Normen und Strukturen, weshalb das FLIT*Z als autonomes Projekt nach innen und außen zu verstehen ist. Autonom bedeutet für uns Unabhängigkeit von öffentlichen Institutionen, Geldern und damit in Verbindung stehenden Vorstellungen. Aber auch das Projekt selbst versteht sich als Raum frei von hierarchischen Strukturen und Vorgaben. Alle Menschen sollen sich im FLIT*Z frei bewegen und autonom handeln können, einerseits indem sie konsensualen Vereinbarungen folgen und andererseits müssen auch alle Räume unbedingt barrierefrei zugänglich und nutzbar sein. Wir möchten möglichst viele FLIT* Personen dazu anregen Dinge zu tun, für deren Verwirklichung ihnen Raum fehlt, an einem Ort der frei von gesellschaftlicher Repression ist.
Wir verstehen Geschlecht und damit verbundene Konsequenzen nicht als natürliche Gegebenheit, sondern als ideologische Konstruktion, die der Herstellung und Verschleierung von Machtverhältnissen dient.

Kategorien sind gesellschaftlich produziert und dienen der Klassifizierung von Menschen. Diese Kategorisierung hat nachteilige Folgen für all jene, die als FLIT* gelten. Alle FLIT* teilen Erfahrungen von Sexismus sowie psychischer, physischer und struktureller Gewalt.
Kapitalismus lebt von gesellschaftlicher Ungleichheit und folgt Überlegungen ökonomischer Verwertbarkeit. Menschen werden aufgrund dessen mit Privilegien ausgestattet oder durch restriktive Regelungen von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen. Es gilt daher stets auch die eigene Positionierung in der Gesellschaft zu reflektieren und sich der eigenen Privilegien bewusst zu werden und diese abzulehnen. Wir sind gegen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Homo-, Trans- oder Intersexphobie und Klassen.
Viele FLIT* Personen sind aufgrund anderer Kategorisierungen, wie Herkunft, Alter, sexuelle Orientierung und Bildung u.a. mehrfach von Diskriminierung betroffen. Politische Arbeit bedeutet für uns, Herrschaftsverhältnisse aufzuzeigen und für den Widerstand gegen das kapitalistische Patriarchat zu mobilisieren.

Wir stellen uns gegen jegliche Ideologie der Ungleichheit.

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